Depression bewältigen - Tag 7

Die erste Woche in der Klinik ist um. Wie mein Fazit lautet?
Eine gute Entscheidung einerseits. Andererseits, frage ich mich, ob es richtig war hierhin zu gehen.
Über bestimmte Themen zu sprechen schmerzt noch immer oder wieder. Kommt auf das Thema an. Obwohl ich weiß, das ich es verarbeitet habe, fängt es an zu schmerzen, darüber zu reden. Oder, es fällt mir wieder, schwer.

Da heute Sonntag ist, habe ich kein festgelegtes Programm, sondern kann machen wonach mir der Sinn steht.
Zur Körpertherapie mit anschließender Meditation ging ich auch heute Morgen vor dem Frühstück.
Ich machte viele Entspannungsübungen und ging zum Yoga. Für Wellness hatte ich heute mehr Zeit als unter der Woche.

Und ich habe endlich (!) vieles für mein Buch erarbeitet, wozu ich unter der Woche, nicht wirklich gekommen bin.
Auch eine 2. Wachtherapie habe ich hinbekommen. Dank eisernen Willen, viel Arbeit und meiner Betreuerin.

Wie nun mein Fazit nach einer Woche lautet?
Die Therapie zeigt erste Wirkungen. Ich mache Fortschritte, wenn auch nur sehr, sehr kleine.

5.7.15 23:59, kommentieren

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Depression bewältigen - Tag 6

Mein erstes Wochenende in der Klinik. Und mein erster Vorsatz hier. 3 Kilogramm müssen mindestens runter bis Oktober. Nach der Körpertherapie, der Meditation und dem Frühstück absolvierte ich einige Entspannungsübungen. Eigentlich stand ein therapeutischer Spaziergang auf dem Programm, doch aufgrund der Witterung ist dies nicht möglich. Auch wurde mir mitgeteilt, das das Joggen bis auf Weiteres ausfällt. Finde ich schade. Sehr schade sogar. Bei der Hitze jedoch verständlich. Statt des therapeutischen Spaziergangs gab es eine Yogaeinheit. Apropos Yoga, auf diesem Wege erfuhr ich, das ich an Wochenenden Yoga-Übungen absolviere werde. Na dann.... Vor dem Mittagessen mussten die Zimmer aufgeräumt werden. Vorbereitung auf die neue Woche. Anschließend gab es eine Zimmerkontrolle. Bei der Zimmerkontrolle wird festgestellt, ob kein Essen oder anderes hineingeschmuggelt wurde. Nach dem leckeren und gesunden Mittagessen, machte ich erneut Entspannungsübungen. Dabei habe ich beschlossen einige Sachen unbedingt erledigen zu wollen, bis ich hier rauskomme. Zum Beispiel will ich die Steckbriefe der Charaktere für mein Buch fertig haben. Und noch einige andere Dinge. Mittlerweile ist es abends und mein erster Samstag in der Klinik ist fast vorbei. Gerade nervt mich mein Bauch. Keine Ahnung warum. Eigentlich bin ich zufrieden mit meinem Körper. Eigentlich auch mit meinem Bauch. Ich ging zu meiner Therapeutin und erzählte ihr, das ich unzufrieden bin, mit meiner Körpermitte. Sie gab mir einige Tipps an die Hand und erstellte mir einen Sportplan mit speziellen Übungen für den Bauch. Den werde ich ab Montag mit in mein Wochenprogramm einbeziehen. Irgendwie habe ich das Gefühl wieder unkontrolliert zu essen. Auch glaube ich, das ich mehr esse, wenn ich nicht notiere, was ich zu mir nehme. Eigentlich sollen solche Pläne erst dann kommen, wenn ich in der Spezialklinik für Essstörungen bin und nicht jetzt schon. Nur glaube ich, das es bereits jetzt notwendig ist. Ich werde wohl ab nächster Woche notieren, was ich wann esse. Und wie ich mich dabei gefühlt habe.

4.7.15 23:03, kommentieren